Interview mit Thomas Wengi, Managing Director, GF Machining Solutions Sales Switzerland SA:


Thomas Wengi

«Coopetition bzw. Kooperationswettbewerb bezeichnet die Dualität von Konkurrenz und Kooperation auf Märkten.
Welche Rolle spielt das Thema «Kooperation» in Ihrem Arbeitsalltag zur Bewältigung von Herausforderungen in Zusammenhang mit der Digitalisierung?

Herr Wengi, der rote Faden des kommenden Strategietags bildet das Thema «Kooperation». Welche Rolle spielt das Thema in Ihrem Arbeitsalltag zur Bewältigung von Herausforderungen in Zusammenhang mit der Digitalisierung?

Thomas Wengi: Wir alle spüren täglich die kontinuierlich steigende Vernetzung. Diesem Trend zur Vernetzung kann man nur durch starke Partnerschaften und definierte Schnittstellen gerecht werden wie zum Beispiel mit UMATI.

Coopetition bzw. Kooperationswettbewerb bezeichnet die Dualität von Konkurrenz und Kooperation auf Märkten. Können Sie ein Beispiel nennen, wie GF Machining Solutions aktiv «coopetition» betreibt?

Um die ideale Produktionslösung für unsere Kunden zu schaffen, arbeiten wir zum Beispiel in der Automation eng mit EROWA zusammen. Wir bieten im Gegenzug auch unsere Automationslösungen mit Maschinen von Mitbewerberbern an, dies mit genau demselben Ziel, Kundennutzen zu schaffen.

Der wichtigste Partner wird in der Frage jedoch nicht erwähnt – der Kunde, für welchen wir über die Unternehmensgrenzen hinweg die optimale Lösung bieten. Mit zunehmender Komplexität der Lösungen wachsen auch die Anforderungen und Herausforderungen an den Kunden, damit die Fertigungslösung schnellstmöglich gewinnbringend eingesetzt werden kann.

Warum ist es wichtig, das Thema verstärkt in den Köpfen der Führungsebene von produzierenden Unternehmen in der Schweiz zu verankern?

In der Schweiz sind wir aufgrund der aktuellen Kostenstruktur gezwungen den technologischen Vorsprung zu verteidigen, um die nötige Effizienz bieten zu können. Im Zeitalter der Digitalisierung wird dies nur über Kooperationen und smarten Partnerschaften möglich sein. Dies bedeutet jedoch für viele Unternehmen einen Paradigmenwechsel, was oft die grössere Herausforderung darstellt als die Umsetzung und Implementierung danach.

Sie kennen den Schweizer Strategietag seit der ersten Durchführung im Jahr 2015. Warum empfehlen Sie Geschäftsführern und Inhabern von produzierenden Unternehmen eine Teilnahme am Branchentreff zum Jahresauftakt?

Der Schweizer Strategietag ist eine inspirierende Art das Jahr zu beginnen. Nach jedem dieser Anlässe bin ich anschließend mit neuen Ideen in den Geschäftsalltag zurückgekehrt, motiviert durch reale Beispiele, die gesammelten Ideen auch in die Tat umzusetzen. Durch Gespräche mit anderen Teilnehmern anlässlich des Strategietages entstehen interessante, neue Beziehungen, die nicht selten auch zu zukünftigen Geschäften führen. Ich freue mich auf den kommenden Anlass vom 09. Januar, denn es erwartet uns wiederum ein spannendes Programm.