Disruption muss nicht sein


Markus Back / Chefredaktor Smart Tech / 04. April 2016

birkhofer-beitrag«Hilfe, ich brauche ein neues Geschäftsmodell!» Unter dieses Motto stellte Dr. Rolf Birkhofer sein Impuls-Referat anlässlich des 1. Schweizer Strategietags Industrie 4.0 im GDI in Rüschlikon. Dabei erklärte er am Beispiel eines Druckaufnehmers, wie sich gute von schlechten Geschäftsmodellen unterscheiden.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung wählte „Disruption“ zum Business-Unwort des Jahres 2015. Nach Ansicht von Dr. Rolf Birkhofer von der Endress+Hauser Process Solutions AG eine gute Entscheidung. Mittlerweile verwendeten viele diesen Begriff, um ihrem Chef oder ihrem Vorstand klarzumachen, dass man erledigt sei, wenn man nicht bald ins Internet gehe. Dem sei sicherlich nicht so! Dennoch, so der Managing Director, müsse man aufpassen, dass sich das Gewesene nicht plötzlich erübrigt. Dies erlebe derzeit die Deutsche Bahn mit den Fernbussen. Diese verachtfachten innerhalb von zwei Jahren ihr Fahrgastaufkommen auf 16 Millionen Passagiere und machen der Deutschen Bahn so gehörig Umsatz streitig. Im Geschäftsjahr 2014 lag das bereinigte EBITDA durch die neu erwachsene Konkurrenz bei minus 15,9 Prozent. „Viele Jahre macht die Deutsche Bahn das nicht mit“, mahnte er denn auch die über 200 Zuhörer beim 1. Schweizer Strategietag Industrie 4.0 im GDI in Rüschlikon zur Wachsamkeit.

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